


Balz Bürgisser wird neuer Präsident der Witiker «Seniorinnen für Senioren»
Unser Verein bekommt einen neuen Präsidenten: Balz Bürgisser, Gemeinderat, ehemaliger Präsident des Quartiervereins und Mathe-Coach. Die Vorstandsmitglieder werden ihn an ihrer kommenden Sitzung zum Präsidenten wählen. Möglicherweise fragen Sie sich nun, was den mittlerweile 71-jährigen antreibt? Gabriela Baumgartner hat mit ihm gesprochen.
Balz Bürgisser, kaum haben Sie das Präsidium des Quartiervereins an den Nagel gehängt, lassen Sie sich bei den Seniorinnen und Senioren zum Präsidenten wählen: Können Sie partout nicht aufhören?
(lacht) Witikon hat einen hohen Anteil an älteren Menschen. Dreissig Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner hier sind über 60. Mit meinem Engagement beim Verein Senioren für Senioren möchte mich für dafür einsetzen, dass die Lebensqualität dieser Menschen erhalten bleibt oder erhöht wird.
Der SfS ist ein gut funktionierender Verein und leistet mit seinen Veranstaltungen und seinen günstigen Dienstleistungsangeboten einen wertvollen Beitrag zur Lebensqualität der älteren Bevölkerung im Quartier. Wo könnte sich der SfS noch zusätzlich engagieren?

Balz Bürgisser bedankt sich bei seiner Vorgängerin Susanne Leibacher, die den Verein in den vergangenen sieben Jahren geleitet hat.
Ich möchte im Vorstand über einen bedarfsgerechten Ausbau unserer Dienstleistungen diskutieren. Mir schwebt zum Beispiel eine Art Quartierbeiz vor, ein Treffpunkt ohne Konsumationszwang für ältere Menschen. Ein Ort im Quartier, wo sie sich treffen und austauschen können. So etwas fehlt in unserem Quartier. Dafür könnten wir uns stark machen. Darüber hinaus möchte ich, dass sich unser Verein vermehrt für die Interessen der älteren Bevölkerung gegenüber den städtischen Behörden einsetzt. Beispielsweise bei der Sicherheit für Fussgänger – auf dem Trottoir und beim Überqueren einer Strasse – besteht für mich Handlungsbedarf.
Viele betagte Menschen möchten so lange wie möglich zu Hause bleiben, benötigen dazu Unterstützung. Was kann der SfS seinen Mitgliedern als Ergänzung zum Beispiel zur Spitex in diesem Bereich bieten?
Die Einsamkeit im Alter ist ein grosses Problem. Ich werde im Vorstand anregen, dass wir eine Offensive gegen die Einsamkeit im Alter lancieren. Ein Quartiertreff könnte hier ein gutes Mittel sein, und wir könnten den Besuchsdienst ausbauen. Einsamkeit ist ein grosses gesundheitliches Risiko. Unser Verein kann hier viel bewirken, davon bin ich überzeugt.
SfS 2024®
Aktualisiert am 23.03.2025