Kapitel 9


Kapitel 9Statt Leviathan kam ein Delfin geschwommen


IMG 0006Ich habe im vor­her­ge­hen­den Kapitel schon einiges aus Phase zwei unseres Aktionsplans vor­weg­ge­nom­men, wir haben gesehen, welchen Damen das Vorrücken empfohlen wurde von den Wäschpi-Stechern als Ballettmeister: Den Botinnen der direkten Postreklame. Folglich sollten wir jetzt zu Punkt 0 etwas sagen. Ja, vor dem Ball müssen die Leute doch zusammen kommen, sich verabreden oder an einem Kurs einschreiben usw., das muss ja fast mehr passieren als in der Ballnacht. Ein Haufen Personen treibt sich da herum und tut allerlei. Wir hatten von Anfang an unsere elektronischen Kommunikationen mit der Aussenwelt strikte reglementiert, und das heisst in ersten Linie bei allen vier stark reduziert (nicht die falschen Hasen aufscheuchen und die richtigen nicht im falschen Moment). Ich für meinen Teil hatte mit Udo und Mathilde absolute Funkstille vereinbart, bis zur Lösung des Falls. Untereinander kommunizierten wir Vier und alle am Projekt Beteiligten nur kodiert per Funkhandy. Von den Druckreklame-Verteilerinnen bekam ich z. B. manchen frühen Morgenfunk mit äusserst wertvollen Beobachtungen, Witiker Quartierbewohnern und ‑Besuchern begegnete ich wie üblich jovial und hat meine üblichen Gespräche. Mein Festnetztelefon dagegen teilte jedem Anrufer mit, ich sei momentan im Klettertraining mit dem Zürcher Gebirgskorps auf dem Hoch Ybrig, und auf handyisch meldete mein Smartphone, der gewünschte Teilnehmer sei leider momentan nicht erreichbar, man möge nach dem Bipp... Dafür war ich tagnächtlich mindestens 8 Stunden meist nonstop unterwegs bei Nebel und scharfem Nordwind (etwas anderes gab es im Winter 2048 ohnehin nicht), in allen Wohngebieten, auf Weiden und an Waldrändern. Mental habe ich das immer wieder mit wachen Augen abgerastert, alle Veränderungen wahrgenommen und in meine innere Google Map eingetragen. Schon nach 4 Tagen notierte ich deutliche Hinweise, auch Bewegungen von Personen, deren Verschiebungsmuster und deren Lo­ka­li­sie­rung denen der Gesuchten entsprachen. Ich war mir sicher, sie würden sich von sich aus melden, sie wollten bestimmt die Initiative behalten. Und natürlich brachten auch meine 3 Informatiker-Kollegen von jedem Ausgang viele Fische in ihren Reusen heim.

Bevor ich weiter die Ereignisse schildere, zeige ich Ihnen aber noch die Verlautbarung der Witiker Wäschpistecher, die am 4. Januar in allen Briefkasten sowie auf Weiden und an Waldrändern gelandet war. In sauberer 11-Punkt-Schrift ohne Verzierungen stand da in enger Zeilenschaltung beidseitig je in 2 Sprachen (Deutsch, Französisch, Englisch und Arabisch) die gleiche Mitteilung. Warum Arabisch und nicht eher Spanisch? Weil: Deutsch verstehen die paar Hundert nicht naturalisierten Spanier und Italiener, die sich im Quartier aufhalten, ohnehin, die Arbeiten hier und müssen also Grundkenntnisse auf Stufe B1 (flüssige All­tags­kom­mu­ni­ka­tion) im Deutschen haben – unser Aufruf war im Easy-Rider-Stil geschrieben: kurze, klare Sätze, höchstens ein Nebensatz, Grundvokabular von 800 Worten gemäss Europäischem Sprachportfolio. Da kannte ich mich aus, für etwas war ich Lehrer. Im Übrigen eine durchaus auch für Muttersprachler/innen angenehm und unauffällig zu lesen, absolut kein Postkartenstil. Hier der deutsche Wortlaut:

 

Liebe Witikerinnen und Witiker! Bitte helfen Sie uns und ein paar un­glück­li­chen, besonders lieben und wehrlosen Menschen! Wie Sie wissen, ist in der offenen Abteilung des Städtischen Pfle­ge­zent­rums am Kien­as­ten­wies­weg 2 kürzlich ein Küchenbrand ausgebrochen, der von der Heim­feu­er­wehr sofort gemeistert wurde, unter den Einwohner/innen jedoch heftige Aufregung verursachte. 4 hochsensible, genial begabte und völlig arglose, ja besonders freundliche Extremautisten im Alter zwischen 50 und 54 Jah­ren, untereinander befreundet, sind seither verschwunden. Die intensiven, aber diskreten Nachforschungen von Polizei und Sanität haben leider nichts ergeben, wir befürchten, dass sie in Panik geflüchtet und den Rückweg dann nicht mehr gefunden haben. Sie sind vermutlich stark un­ter­er­nährt und ihre Überlebenschancen in diesem eisigen Winter ver­rin­gern sich von Stunde zu Stunde. Wenn Sie eine oder wenige Personen sehen, die stark abgemagert (Wangenknochen und Mundpartien beachten!) mit dünner Kleidung in Witikon unterwegs sind und die Sie bisher nie gesehen haben, nähern Sie sich doch bitte ganz sachte mit einem freund­li­chen Gesicht und fragen Sie, ob der Herr sich im Quartier auskenne und vielleicht etwas oder jemand suche. Handelt es sich um einen der Gesuchten, wird er Sie anstrahlen und völlig einverstanden sein, wenn Sie ihn zur Witiker Antenne der psychiatrischen Universitätsklinik im Pfle­ge­zent­rum bringen. Die wissen dann, was zu tun ist. Vielleicht haben Sie so mit minimen Aufwand ein Menschenleben gerettet. Jedenfalls danken wir Ihnen im Voraus herzlich.

 

Vier Tage nach der Verteilung der Flugblätter erhielt ich einen kodierten Anruf von der Ortssanität: Ein Herr, der die auf unserem Flugblatt aufgedruckte Codenummer A6-C4b1GKK genannt habe, wünsche mich zu sprechen und es war, was ich erhofft hatte. Bevor ich das Gespräch wörtlich widergebe, muss ich noch sagen, dass die ganze An­ge­le­gen­heit mit dem Küchenbrand und den geflohenen Anwohnern ein fertiger Gugus war, ein in allen Teilen mit der Komplizität der Ortssanität und dem Segen der Stadt­be­hör­den montierter Streich: Die Küche im Pflegheim hatte diskret eine etwas dickere Rauch­fah­ne abgelassen als sonst, die von einigen Anwohnern der Kienastwies- und der Trich­ten­hau­ser­stras­se bemerkt wurde (es habe intensiv aber „gluschtig” nach Poulet mit Pflaumen-Dattel-Füllung und feinen Küchenkräutern „geschmöckt”), und auch der kleine Feu­er­wehr­wa­gen wurde beachtet, der ohne Cis-Gis diskret in den Hof einfuhr und dann in der Tiefgarage verschwand. Das war dann der ganze Löschvorgang. Nein, falsch, der Gärtner, der über ein langstieliges Baumsprühgerät verfügte, liess hinter dem Gebäude einen feinen Sprühnebel aufsteigen, der sofort vereiste und in feinsten Schneekristallen zu Boden schwebte, die einen Trockenstaublöscher der Feuerwehr täuschend simulierten. Ein echtes Gaudi, der kleine Streich. Die vier Gesuchten, alles hochintelligente und alerte Beobachter, hatten den Schwindel längst durchschaut und sich ihren Teil dazu gedacht: Offizielle Feu­er­wehr­übun­gen sehen ein winziges bisschen anders aus. Als dann das Flugblatt erschien, sie es in ihren Briefkästen (Regalienpost!) wiederfanden und schliesslich auch noch in einem Gestrüpp am Waldrand (dort und in den Wäldern hielten sie sich am liebsten auf, wenn sie ausser Hauses waren, denn dort waren sie von der blöden Welt gut abgeschirmt), da haben sie ein paar Mal Tränen gelacht und alles kapiert. Mich, der ich als Verantwortlicher mit Namen und Adresse auf dem Flugblatt stand, kannten sie und hatten von mir eine gute Meinung, wie sie mir später sagten. Die extremste Spinnerhypothese hatte perfekt ge­klappt, weil sie genau auf ihre geniale UND total unkonventionelle Denk­wei­se zu­ge­schnit­ten war, wie der Ansatz der Antivirus-Erfinder auf die „Denkweise” des Lymphvirus… Hier nun also das Gespräch:

«Ja bitte?

Kägi. Ich bin einer, von denen Sie auf Ihrem Waschzettel schreiben.

Freut mich. Haben Sie es wenigstens lustig gefunden?

Und Ihnen?

Mir auch. Haben Sie Zeit für unter vier Augen?

Sofort oder wann?

Von wo ich bin 4 Minuten, ich bin schon im Jogger.

Kilometer also, dann haben sie nicht weit. Wir sind am Knick, wo die Finnenbahn an­fängt, hinter den Bäumen, Sie werden uns sehen!

Roger, scho gschtartet. »

Kurzes Lachen am anderen Ende, dann wurde aufgehängt. Ich kam mir vor wie in der Unteroffiziersschule, dann und wann wurde ich vom Hauptmann zu einer Aussprache bestellt. Er schätzte meine offene Art, die nackte Wahrheit furztrocken auszusprechen, obwohl sie ihn zuweilen dazu brachte, die Stirn zu runzeln, denn ich verschonte auch ihn nicht, er wollte es ja schliesslich wissen. Einmal runzelte er die Stirn einen Zacken mehr als sonst und die Augenbrauen bildeten einen Chevron: « Sie händ zwar rächt, aber äsisch trotzdämäfrächheit. Hütt nach'mDienscht um 20 Nullnull fassedsie änAimer, änWüschbäse, es Wüschtuech und än Säckel Lauge und putzid'tKasärne blitzblank, um 23:00 chum­ich­cho­kontroliäre u wänsm'r nöd passt, föityyrgradnoainischvovoorenaa bis zum Appell. » Das musste ich während der ganzen Zeit insgesamt viermal machen, denn ich wurde immer frecher. Am Ende der Unteroffiziersschule hätte ich mich als Eidgenössisch Diplomierter Facility Manager für Objektreinigung melden können und hätte vermutlich Erfolg gehabt dabei. Es war mir aber diese Berufsaussicht dann doch zu langweilig. Welche Strafarbeit würden mir wohl meine 4 Ausreisser vorschlagen, wenn meine Rede nicht ihren Erwartungen entsprach? Ich konnte während der 3 Minuten Jogging nur knapp das Lachen unterdrücken. Sicher war ich der bessere Ringkämpfer als sie.

Ich sah sie sofort hinter den Bäumen, sie standen da wie die 4 korinthischen Krieger auf dem linken Pannel der Methope des Tempels der Athena auf der Akropolis, nur etwas wärmer bekleidet, in dunklen Guritmänteln, locker, reglos, mit ausdruckslosem Gesicht, die Filzhüte tief in die Stirn gedrückt. Falsch: einer hatte eine Kappe mit Schottenmuster, deren Schild schräg nach hinten gedreht war, wie ein Birett der Royal English Guard. Das war der Anführer, und er sprach mich an, nachdem ich vor ihn getreten war und wir uns eine kurze Weile gemustert hatten:

«Sigsschschyynts än Altwitiker, die händ sich alli du gsait.

Mein Grossvater hat noch dem Boller Edi zuletzt den Stall besorgt, als der zwar noch das Land ackerte mit seinem alten Saurer-Diesel, aber sonst nicht mehr recht mochte. Und mit dem Ochsner Kari war er auch befreundet. Die beiden haben im Quartier ganz allein den Schnee geräumt. Ich bin ein Enkel von dem seinem jüngeren Sohn.

Hab' ich mir eh gedacht, du gleichst ihm, ich war noch oft mit dem Kari zusammen. Schlag ein, auf gute Freundschaft! »

Wir schrieben den 25. November und ich konnte verbuchen: Kontakt gelungen, Mission erfüllt. Das folgende Gespräch fasse ich zusammen, sonst wird es für Nichteingeweihte langweilig. Wir drangen tiefer in den verschneiten Wald ein und plauderten locker miteinander in wechselnder Formation, hauten uns auch manchmal nach einem derben Scherz den Ellbogen in die Rippen, dann und wann fiel eine volle Ladung Schnee von den überlasteten Rottannen und den kahlen, aber verzopften Kronen der alten Laubbäume, die auch noch kahl dem weissen Zauber genügend Haftpunkte boten. Alle gingen wir weiter, als ob uns das nichts anginge, wir redeten ja die Baumsprache, also würden die uns nichts antun, dennoch wichen wir höflich aus, wenn sich ein Flush Down ankündete, die ehr­wür­di­gen Kronen hatten ja schliesslich auch noch anderes zu tun, als auf uns Rücksicht zu nehmen. So gehen halt alte Witiker auch mit ihren Wäldern um: höflich. Dann spasste der Anführer, der sich unterdessen als Roger Mauz geoutet hatte: Wie der Roscher, mit dem hab ich übrigens in jüngeren Jahren auch ein paar Mal drei oder vier Courts in Magglingen über's Netzt gejagt. — Und der Judge? habe ich gefragt. Da hat er wieder gelacht: Wir selbst, schliesslich hat Corelli, wenn er in einer seiner Trionaten die Bassgeige schrubbte, den Istrumento Primo auch gleich mitgebracht. Wollte er mich belehren? Kaum... oder einfach schauen, ob ich auch ein Musikohr hatte. Ich darauf: Mit dem konnte ich knapp nicht mehr spielen, obwohl ich damals vorhatte, 500 Jahre alt zu werden, aber er nahm keine Lernenden mehr in seinem Atelier auf, sagte ich mit Nussknackermine. Er blieb kurz stehen (ich lief in dem Moment ein paar Schritte hinter ihm): Kannst das bei uns nach­ho­len, wir haben eines ganzes Kammerorchester in der Bude. Tatsächlich waren wir schon dabei, von der Stodolastrasse in den Kienastenwiesweg einzubiegen und von dort durch eine unscheinbare Hintertür diskret ins Städtische Pflegeheim. Den uneingeschränkten Zugang besassen nur die Vier, die Kantonspolizei, die Haussanität und die Kantonale Feuerwehr sowie die Fraumünsterpost als Regalbetrieb. Doch kaum waren wir drin, sagte mir Roger Mauz: Häschm'rdisFünkly? Ich schreib dir einen Zugangscode ins System, du bist ja jetzt einer der Unsern. Da war ich also nicht mehr nur approbiert, sondern bereits aufgenommen. Als Bankchef sei er mit Prokura-Aspiranten auch immer am liebsten im Wald eine Stunde spazieren gegangen, um sie zu examinieren und dann sofort zu entscheiden: aufgenommen oder nicht. Er habe sich nie geirrt, das sei so eine Gabe in der Familie von Vater zu Sohn, sie seien auch genetisch echt patrilinear, er habe sich damit abfinden müssen. — Kenne ich, bemerkte ich trocken, habe ich auch unangenehm erfahren, als die einzige Frau, die mir wirklich gefallen hätte mit 25, beim ersten Hei­rats­an­trag sagte: Ich würde dich noch so gerne nehmen, aber du bist mir viel zu anstrengend, ich will nicht ständig wissen müssen, ob ich morgen die Pocken kriege oder in drei Jahren die Masern. Auf ihre Art musste ich ihr recht geben, seither bin ich halt Junggeselle und lebe deswegen nicht unbedingt schlecht. — Er kenne eine, die wolle mich unbedingt, eben weil ich so sei, er werde zu gegebener Zeit das arrangieren, meinte er darauf wieder. „Wenn ich dich zu einem unserer Kammerkonzerte einlade, musst du mir dafür schwören, dass du auch kommst, sonst verbieg ich dir deine Armstrong-Trumpet.” Das wusste er also auch. Und dann, nach dieser quasi offiziellen Aufnahmezeremonie, hatten wir einen fidelen Abend und ich durfte sogar seine Bass-Drumm-Gruppe ein wenig maltraitieren, nachdem er mir seine Geschichte knapp berichtet hatte. Die lässt sich in wenigen Worten resümieren: Es stimmte alles, was wir über sie erfahren hatten, nur um 180° rotiert: Sie reizten die Umwelt absichtlich so lange, bis man sie glaubte ausspucken zu müssen, und bekamen damit den bequemen amtlichen Ausweis, um in Klausur zu gehen, so lange, bis sie einen qualifizierten Fahnder finden würden, der ihnen dabei half, ein sehr heisses Eisen anzupacken. Denn sie hatten nicht nur die gleiche Sorge wie wir (die Leichenkurve), sondern wussten auch sehr genau, wer die Schuldigen waren und wollten nach Prüfung einiger Kandidaten mich und... Eva Mathis als Fahnder-Team. — Und Udo? — dem Evy sein Bruder habe im Moment anderes zu tun. Na gut, jetzt war mit ja klar, mit wem sie mich und welche Frau sie mit mir verkoppeln wollten. Notiert. Aber vorläufig mussten wir sehr rasch unseren Auftrag erfüllen, Roger hatte mir einen Vertrag vorgelegt:

Das Team setzt alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel ein, um die Aufgabe zu lösen, mindestens den Anführer (Teilerfüllungsklausel, 50% Entschädigung), wenn immer möglich aber seine vier Adjunkten lebendig und verhörbereit im Si­cher­heits­trakt Pöschenwies an Hauptmann XYZ bis zum 17.02.2051 24:00 ab­zu­lie­fern.

Information an die Auftraggeber täglich 23:00, Konventionalstrafe bei ge­le­gent­li­cher Nichteinhaltung: CHF 1000.– pro Mal, bei unentschuldbarer Nicht­be­ach­tung fällt der Vertrag gemäss Ciffera 2 dahin.

Wird die Frist nicht eingehalten, gilt der Vertrag als nicht erfüllt. Ausgewiesene Spesen können aber eingefordert werden. Der Auftrag wird definitiv anderen erteilt.

Freiwilliger Rücktritt während der Vertragsfrist gilt als unentschuldbare Nicht­be­ach­tung.

Ich überspringe die weiteren Klauseln. Grundtenor: C'est à prendre ou à laisser, bis 17.01.2051 müssen Eva und ich nach gewünschter Konsultation mit den Witiker Wäschpi-Stechern, von denen Roger Manz ohehin die meisten kenne, unsere Entscheidung bekannt geben, bis dann sans rancune et copain copain. Am 10.01.2051 23:00 rief ihn Eva in unser beider Namen und mit einem herzlichen Gruss der Wäschpi-Stecher an: Ich sei sehr gerne bereit, sie voll anzunehmen. — Und der Rest? — Grad auch noch dazu. — Sauchröttli, ob er jetzt ausgelinkt sei, als Brautführer und als Auftraggeber? — Niemand habe ihn aus seinen Pflichten entlassen, auch nicht die pekuniären. Ich sass an unserem Küchentisch auf meinem Stühlchen, Rücken zum Fenster, und konnte es kaum fassen, mit welcher unendlich freundlich unschuldigen Stimme sie ihm diese Frechheiten über die Leitung zuschleuderte. Doch so oder so, von jetzt an lief die Frist, die am 17.02.2051 24:00 unerbittlich ablief. Jetzt wurde es Eva ziemlich schwindlig und sie wollte für eine Weile neben mir auf dem gleichen Stuhl sitzen, während ich ihr als Verlegenheitslösung mit meinem Reisezahnbürstli, das ich immer in der linken Beintasche mit hatte (eine einfach Trisa-Handbürste ohne Vibration und so Zeugs) ganz zart die langen, dunklen Haare kämmte. Sie sagte nur: Ja, das tue gut! Dann gingen wir jedes in sein eigenes Zimmer. Es sollte schön alles zu seiner Zeit kommen. Morgen 11. Januar würden wir um 4:00 aus den Federn.

Wer war jetzt also das Protomonster und wer seine 4 Adjunkt... innen! Das war schon der erste wichtige Hinweis. Es handelte sich um Überbleibsel einer zuerst naiven aber nicht unschuldig naiven Berliner Spätkommune, deren Anführer Reno Banater (getreu nach dem Titel des damaligen Kultbuches Das Schicksal eines Banater Schwabens) die «Le­bens­er­fül­lung der weiblichen Ausprägung in der Pflege einer männlichen und als solche ge­sell­schaft­lich erst noch zu etablierenden humanoiden Prägungsform, eines Pragmas, war. Die Bewerkstelligung, das Werken des Durchbruchs der gynoïden Form war das Werk, wofür ihm bis zu vollfülltem Durchbruch die kommunautäre Weiblichkeit Pflege und Hege zu leisten schulde.» Wer damals schon älter als 15 war, erinnert garantiert den Jargon, der in jenen Tagen als der Menschheit vermutlich grösster Voranbruch gepriesen wurde. Es passierte, was passieren musste, den meisten Frauen gelang nach etlichen Miss­hand­lun­gen und proprietären Vergewaltigungen die Flucht, vier besonders Entrückten jedoch blieb als einziger Ausweg der Durchbruch nach vorne und der erfolgreiche Versuch, auf dem Mauthausen-Index immer um eine Noniusstufe höher zu nisten. Er sah sich nach wie vor als Hahn im Korb, uns dagegen war sofort klar: Hier konnte man die Bande angreifen und Zwietracht sähen.

Für ein kapillares Vorgehen hatten wir zu wenig Zeit, so was braucht mindestens ein halbes Jahr. Das Schema Brutaler Erstschlag war da vielversprechender. Der Homo Sapiens und auch seine Sapientissima, wenn sie ins Coping durch Mord kippen, haben die angeborene Neigung zu meinen, sie würden dadurch unbesiegbar. Da half nur, ihnen mit kruden Fakten zu zeigen, wer hier Meister war. Eva und ich mussten das jetzt hinkriegen. Wir bereiteten uns drei Tage gewissenhaft vor, uns und unsere Ausrüstung, und zogen dann im Stealth-Jogging-Trainer los mit nur 20 Pfund Zusatzlast, über die Lägern nach Fällanden, wo wir in dem kleinen Waldstück gegenüber der Dübendorfstrasse, an der bei Nummer 20 das historische Gebäude des Tokterhuus lag, innehielten. An dieser Stelle noch ein nützlicher Link:

https://www.google.ch/maps/dir//Tokterhuus+AG,+Dübendorfstrasse+20,+8117+Fällanden .

Sie rufen damit eine Googlemap, auf der Sie den Googlepoint Tokterhuus klicken, und wenn die Map sich neu gestaltet hat, klicken sie auf "Dübendorferstrasse 20". Links erscheinen zwei Bildflächen. Klicken Sie auf "3 Bilder", dann erscheint das Bild, auf das ich mit beziehe. Für die Nordfassade müssen Sie selber weitere Bilder mit einer Google-Bildsuche aufstöbern, das ist wohl nicht zuviel verlangt?

Im Tokterhuus hatte sich unser Kommunard mit Hofstaat im Mansardenstock unter dem Walmdach eingerichtet. Kein sehr grosser Wohnraum: falls er ihn noch gepanzert hatte, wirklich eng für fünf Personen und etliche Bewaffnung. Bodyguards musste er auswärts logieren. Sein wahrer Schutz aber war das Wohnquartier ringsum: 2 Ärzte, ein Kindergarten, ein Denner Satellit, die alte Zwickyfabrik, das kulturelle Herz Fällandens, wo die Gemeindeversammlungen stattfanden und dauernd Besucher zuströmten, um Aus­stel­lun­gen und Events aller Art zu bewundern – die typische „wehrlose Men­schen­mas­se”, um derentwillen eine Schiesserei im Quartier um jeden Preis vermieden werden musste. Die kleinen Mansardenfenster, auf die der rote Pfeil im Bild hinweist, waren vermutlich gepanzert, so dass man keine Blendgranaten durchwerfen konnte, das Walmdach vermutlich auch verstärkt. Als wir um 06:12 in dem Waldstück ankamen, war es noch stockdunkel und dazu noch der Nebel suppendick. Wir richteten rasch mit ein paar Heringen unser minimalistisches Treckingzelt auf und schlichen dann in das vom Schein der wenigen Strassenlaternen in milchiges Licht getauchte Quartier, wo wir fleissige Heft­li­ver­tei­ler mimten. Hier braucht es für unsere lieben Nachbar/innen aus dem Grossen Kanton halt schon wieder eine Erklärung: Ein weiterer historischer Name aus dem 2. Weltkrieg, als der vom Bund unterstützte Johanna Spyri Verlag seine hochbeliebten Heftchen (je 40 Seiten) mit „empfohlenen Lektüren für Kinder und Jugendliche” herausgab, die zusammen mit den ebenso beliebten Silva-Büchern und den eingeklebten Toblerone-Bildern die Fantasie einer ganzen Generation von Kindern genährt hat. Der Verlag hatte einen eigenen Verteildienst, der für die angestellten Heftliverteiler einen willkommenen Nebenverdienst darstellte. Heute ist der Name auf die Verteiler von adressierter Werbung übergegangen.

Was niemand sehen konnte, waren die raffinierten Sendepflöcke: flach wie eine Gleitschiene für Schleudervorhänge, 15 cm lang, mit sog. Radar-Bogensender. Sie legten, wenn an den richtigen Orten und in den opportunen Peilabständen in den Boden gepflanzt, eine „Narrenkappe” über ein Revier von 500 m Kreisdurchmesser in ihrem Zentrum. Das Gebiet war dann von allen elektronischen Kommunikationen abgeschlossen, inklusive Festnetztelefonen, deren Leitungen durch Induktion gestört wurden. Dafür versah die Kappe sie mit Dummy-Signalen, welche genau wie die unterdrückten und in voller Syntonie mit diesen wirkten, jedoch gänzlich von einer „feindlichen” Zentrale generiert und gesteuert waren. Dafür braucht es natürlich

einen oder mehrere Computer mit einer gewaltigen Rechenleistung,

den Import von allen Programmen der offiziellen, unabhängigen und Pay Direct Programme

und umfassende Daten über sämtliche üblichen Korrespondenten der Beschatteten.

So was konnte nur der Bundesnachrichtendienst, der Fahndungsdienst unseres Kan­tons, das Militär und unser E-Bunker in Witikon. Es brauchte dafür die Ermächtigung durch einen unabhängigen Zivilrichter auf Kantonsgerichtsebene. Beides hatten wir in unserer Vorbereitungsperiode gewissenhaft eingeholt und angesichts der aus­ser­or­dent­li­chen Schwere des Falles auch ohne weitere Umstände erhalten. Nach ½ Stunde Heft­li­ver­tei­len war die Narrenkappe eingerichtet und funktionsbereit, ich funkte in den Bunker und Kuno Rahl schickte mir wenig später die knappe Bestätigung: « Übernommen, Roger. » Jetzt war der Fisch schon von der Reuse in die Bratpfanne gewandert und wir konnten beginnen, die Kampfweiber allein aus der Festung zu locken, um zuerst mit ihnen abzurechnen.

Die durchtriebenen Fähen liessen sich ordentlich Zeit, es dauerte fast eine Stunde, ehe die erste aus dem Bau schlüpfte, und man musste auch mit unseren Radar-Pupillen-Brillen sehr genau studieren, um sie als solche zu erkennen: Eine währschafte Hausfrau aus dem Quartier, die sich um ¼ vor Acht auf den Weg zum Denner Satelliten gemacht hatte, nur dass sie von der Dübendorfstrasse plötzlich zur Oberdorfstrasse hinaufging, dort eine Weile ringsum blickte – jetzt holt sie sogar ein Fernglas aus ihrer Einkaufstasche –, dann auf einem Hintergartenweg von der Bergstrasse in den Unteren Rain lief, dann mit neuen Winkeln in die Langäristrasse und hinüber zur Zwicky-Fabrik, die sie dreimal umkreiste, und sich dort bei der Oldtimerausstellung aufpflanzte. Die Gute war wirklich wie ein humanoider Haushaltautomat total auf unsere Programmschiene geraten, anscheinend ohne Verdacht, dazu hatte sie wohl Lord Banater erzogen, wir danken ihm an dieser Stelle, hoffentlich ist ihm das bei den andern ebenso gelungen. Sie erwartete uns festen Fusses und guten Mutes, folgte uns willig auf die Sonnentalstrasse, als Eva ihr den Codesatz sagte: Simon, er kommt in 3 Minuten und folgt uns. An der Ecke zum Pfarrvikariat schickten wir sie mit zwei gezielten Karateschlägen für ein Stündchen in einen heilsamen Schlaf, machten von ihr mit dem Funkhandy schöne Aufnahmen, die wir mit einer Ortsskizze aus unserer Enhanced Google Map an die Zentrale sandten mit dem Vermerk: „abholen vor 11:15”. Eine weniger. um 12:03 MEZ war nur noch eine im Tokterhuus mit ihrem Chef. Die beiden mussten wir jetzt unverzüglich verarzten. Jetzt schaltete die Zentrale für uns beide Per­so­nen­dum­mys auf, das heisst, dass wir in den Augen der beiden Pfleglinge als ein Konglomerat von je drei Evas und drei Adams erschienen, die sich selbständig im Raum bewegten. Mit „echtem” Iris-Bild des ominösen Simon verschafften wir uns Einlass und betraten den Estrich. Wir sahen noch kurz einen Verdacht in Banaters Pupillen zucken, dann hatten schon er und seine Viertelkebe schweres Geschütz in der Hand und es roch nach Blei. Ich will Sie nicht mit den üblichen Ballerberichten langweilen, die können Sie mittlerweile schon selbst fabrizieren mit allen wünschbaren Ter­mi­na­tor­va­ri­an­ten, ich gebe hier nur das Fazit wieder: Eva und ich waren am Schluss einen Hauch besser, hatten nur leichte Brüche und keine inneren Verletzungen, und die beiden andern waren reif für den OP in der Pöschenwies, wo sie anständig geflickt wurden. Ein Service, den wir auch gefangenen Schwerverbrechern nicht verweigern, jeder hat ein Recht auf Respekt, vor allem, wenn er nicht mehr schiessen kann. In Fällanden hatte niemand was gemerkt, der Estrich war ja total abgedämmt, die andern Kampforte total abgelegen und die drei Patientinnen im Freien wurden unverzüglich abgeholt. Sie verstehen, dass ich jetzt eine Absatzpause einschalte, Eva und mir ist nachträglich nun doch ein wenig schummerig zumute. Bis bald im nächsten Absatz.

Bald ist jetzt und sogar schon eine Woche später als das heute von vorhin, nämlich Mittwoch, der 17. Januar 2051. Jetzt sitze ich am Spitalbett von Banater. Sie haben ihm schon die Sauerstoffmaske abgenommen, Oberst M* S*. sitzt seit gestern Abend neben ihm am Kopfende, als ich ihn um 6:30 ablöse auf seine eigene Bitte. Er macht mir ein Zeichen, ich solle mit ihm in den Gang kommen, von dem das Zimmer durch Glasscheiben getrennt ist, mit Opakglas bis auf Brusthöhe und opaken Vertikalstreifen:

«Aus dem holen Sie nichts, er starrt schon die ganze Nacht zur Decke hinauf, hier und da ein kurzes Wimpernzucken. Sie haben dreimal versucht, ihm eine Infusion zu setzen, er hat sie jedesmal sofort herausgerissen, kaum war der Arzt mit der Stationsschwester wieder draussen. Jetzt lassen sie es bleiben, damit er nicht sein ganzes Blut ausleert, wenn er erschöpft ist, werden sie es wieder versuchen.

Das war ein Fehler, sagte ich nachdenklich.

Was war ein Fehler?

Sie hätten entweder hinter oder am Bettende hinsitzen sollen.

Wie?! Sobald man ihn anschaut... oder lauter spricht...

Hyperakusie und Hyperrhenosie und Hyperläckmeramarsch, glauben sie den Klinikern kein Wort. Als ich hereinkam und Sie sich kurz zurückgewendet haben, habe ich ihm direkt ins Gesicht geschaut, er hat die Unterlippe vorgewölbt und ausgestülpt und einen mächtigen Spuckflären ausgestossen, der auf einem weissen Spitalhemd einen hässlichen Flecken von ca. 3 cm Durchmesser hinterlassen hat.

Davon habe ich nichts gesehen.

Sie sind aufgestanden, ohne zurückzublicken und sind mit mir heraus, und dabei haben Sie nicht einmal zurückgeschaut, und jetzt können Sie durch die Mattscheinen nichts sehen. Wie soll er Ihnen etwas sagen, wenn Sie nicht ihn, sondern Ihre Antworten hören wollen?

Können wir das Gespräch später weiterführen? Ich möchte ihn vernehmen, bevor er zu müde ist.

Wie Sie wollen, adieu. »

Ich kehrte zur Tür, öffnete sie ganz sachte einen Spalt und sagte noch draussen:

«Guten Tag, Herr Banater, wie geht es Ihnen?

Scheisstag! Danke gut, ich komme jetzt herein und sitze Ihnen gegenüber und schaue die schönen Scheiben an. Haben Sie schon eine Scheibe gewalzt? Tolle Sache, eindrückliches Feuerwerk. Ich setzte mich ans Fussende und schaute zur Decke, so hatte ich ihn besser im unscharfen Blinkwinkel als mit einem Streifblick.

Scheibe, nicht Decke! flüsterte er schon deutlich hörbarer.

Ich schlage ein Spiel vor. Jeder darf die Runde wann er will mit einem Türauf → Türzu markieren.

Wie! Er schien ironisch interessiert.

Sie drücken den Knopf zu Ihrer Linken, Tür auf! Schwester kommt, fragt: Ist was? Sie sagen nichts, Schwester kontrolliert, ob kein Blut fliesst, Schwester sieht: alles gut, Schwester geht, Tür zu, ich stehe auf: Byebye, Tür auf, Tür zu. Ok?

Pfff, pfff, pfff! Es war sein erstes, leises Lachen, der Witz gefiel ihm.

Das war die Satzschlussregel, jetzt kommt die Prozeduralregel: Ich stelle Fragen, was mir so einfällt, Sie schliessen einmal die Wimpern, um JA zu sagen, zweimal für KURZE PAUSE und keinmal für SCHLUSS. Dann war die letzte Frage der heutige SATZSCHLUSS. Gefällt?

Fuuuitt! » Sieh da, er konnte sogar lächeln, das Logikspiel gefiel ihm, denn er konnte es auch steuern.

Von da an stellte ich ein paar müssige Fragen, er brauchte einmal und zweimal antworten, zeigte dann plötzlich SCHLUSS, aber sagte zugleich: Bleib! Ich war ein gültiger Partner für ihn. Danach redeten wir Vulgo-Sprache, also normal, mit der Stimme, ohne Schlüssel. Nach einer Viertelstunde sagte ich:

«Ich fasse zusammen: Weder bist du ein extrem depressiver Extremautist, noch bist du ein verspäteter Hippie, noch hast du je Frauen gequält oder missbraucht, sondern eine spezielle Freetown-Gemeinschaft gegründet, die missbrauchte Fälle von missbrauchten Mädchen vor Gericht bringen und ihnen helfen will, ihr Trauma und die Vorurteile der Öffentlichkeit zu überwinden. Du hast mit der italienische Rete L'Abuso zu­sam­men­ge­ar­bei­tet, euer Bürgermeister wusste es und hat sein Plazet gegeben, dann bekam er kalte Füsse und zeigte euch an: Er müsse jedem Verdacht nachgehen, das sei seine Pflicht. Daraufhin hast du mit Hilfe deiner Mädels den Grand Guignol dermassen auf die Spitze getrieben, dass der Herr Bürgermeister es mit der Angst zu tun bekam und euch in einer geschlossenen Anstalt einbuchten liess, aus der Du und die Deinen nach drei Tagen ausgebrochen seid und euch bis nach Fehraltdorf durch­ge­schla­gen habt. Das Tokterhuus ist ein Familienbesitz von dir, ihr habt euch bis hierher durch­ge­schla­gen, weil ihr von den Witiker Wäschpi-Stechern gehört hattet. Den Rest haben du und die Mädels so phänomenal gut eingefädelt, dass es aufs I-Tüpfelchen klappen musste. Das alles bleibt unter uns, ich sorge dafür, dass ihr 5 geschützt werdet, bis wir die Endlösung zusammen ausgeheckt haben. Deine ersten 3 mussten wir für die Galerie K.O. schlagen, sie haben rund 2 Stunden jedes geschlafen, dich und Madame haben wir ganz gleich in den Schlaf geschickt, im Spital hier wissen die Zuständigen, worum es geht, ihr seid alle hier, sie lassen euch 5 mit mir morgen früh abhauen, dann sehen wir in Freiheit weiter. Ich bleibe als Pfand die Nacht hier und schlafe friedlich auf dem Boden, ich traue dir.

Ich auch, danke. Das tönte schon sehr müde.

Wir schliefen dann beide bis 6 Uhr, um Sieben rief ich Oberst M* S* an: „Fall gelöst, schreibe Bericht, Sie bekommen ihn ab E-Bunker Witikon ab 14:00, beantrage falls genehmigt Bonus 50 %. Wir werden von der BUPO abgeholt, die den Rapport vor Ihnen erhält. Gut so?” Er hat nichts gesagt und sofort aufgehängt. Ich musste lachen und habe dann den Bericht, den ich schon in Stichworten vorgebrettelt hatte, nur noch zu­sam­men­fü­gen und abfunken müssen, um 12:05 kamen zwei lachende Green Barets herein und führten uns alle ab, ich hatte nur noch einen Gedanken: Heim zu Eva!

Schlussschlinge